Berufsförderungswerk der Südbadischen Bauwirtschaft

DigiBAU

Die Förderung des Verständnisses komplexer Bauprozesse, Schnittstellen und Ausführungsalternativen unter Betrachtung verschiedener Fachdisziplinen in Planung und Ausführung wird nicht nur für die Planer sondern auch für die Ausführenden immer wichtiger.

Mit der inhaltlichen Weiterentwicklung eines vorhandenen 3D-Gebäudemodells eines Zweifamilienhauses und des zugehörigen Wiki-Systems in Form einer digitalen Wissensdatenbank in den Themengebieten Baugruben, Gründungen, Keller, Abdichtungen, Massivdecken und -wände sowie Montage und elementiertes Bauen, wird der Einsatz in weiteren Gewerken und Berufsfeldern ermöglicht und damit die konstruktions- und ausführungsbedingten Zusammenhänge sowie häufig auftretende Schnittstellenprobleme an Gebäuden anschaulich dargestellt.

Konstruktive und gebäudetechnische Objekte verweisen per Auswahlmenü auf ein umfangreiches System von fachlichen Informationen und Dokumenten. Dieser Ansatz stellt einen lernförderlichen Bezug zwischen der realistischen baulichen Situation und der fachlichen Systematik her. Das 3D-Gebäudemodell lädt als realitätsnahes Abbild eines typischen Zweifamilienhauses zu virtuellen Rundgängen ein. Durch Anklicken der Türen werden Räume geöffnet und betreten. Das Gebäude kann am Bildschirm gedreht werden. Beim virtuellen Rundgang begegnen den Lernenden Orte an denen sie typischerweise arbeiten und sie können sich durch Anklicken Informationen erschließen, die im hinterlegten Wiki-System gebündelt sind. Hier sind auch weiterführende Inhalte, wie Hinweise auf Gesetze, Normen und Regelwerke (z. B. zum Brand-, Schall- und Feuchtigkeitsschutz) sowie zu Schnittstellen zu finden.

Das Lernsystem eignet sich insbesondere zur Vorbereitung und Begleitung von Lehrgängen nach dem Blended-Learning-Prinzip sowie zur Nachbereitung der Ausbildung und Prüfungsvorbereitung. Die Zielgruppe reicht von der Erstausbildung bis zur Meisterebene.

Das Lernsystem soll zum Online-Download bereitgestellt werden. Als Offline-Anwendung kann das System auch auf Baustellen ohne Internetzugang genutzt werden.

Projekt DigiBAU startet durch

Teilprojekt 12: Gründung, Abdichtung, Massivbau und Elementiertes Bauen im virtuellen 3D-Gebäudemodell

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt „DigiBAU – Digitales Bauberufliches Lernen und Arbeiten“ ist mit einem Kick-off-Meeting am 23. und 24. April 2018 in Hamburg angelaufen.

Binnen vier Jahren – von 2018 bis 2022 – sollen unter der gemeinsamen Leitung der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und des Ausbildungszentrums Bau in Hamburg/Kompetenzzentrum für zukunftsorientiertes Bauen (AZB Hamburg) die Kooperationsbeziehungen und der Austausch im Kompetenznetzwerk Bau und Energie e. V. mit Blick auf die Digitalisierung bauberuflichen Arbeitens und Lernens weiter verstetigt und vertieft werden.

In insgesamt dreizehn Teilprojekten arbeiten die Kompetenzzentren für Baumaschinentechnik (Walldorf), Bau und Bildung (Dresden), Bau und Energie (Münster), Elementiertes Bauen (Bühl), Energiesparender Holzbau (Biberach), Nachhaltiges Bauen (Cottbus), Ausbau und Fassade (Rutesheim), Versorgungstechnik (Osnabrück) und des Zimmerer- und Ausbaugewerbes (Kassel) sowie die Technische Universität Dresden und die Technische Universität Berlin mit einer cloud-basierten Software bei der Weiterentwicklung ihrer eLearning-Angebote virtuell zusammen.

Im Verbundprojekt werden unter anderem Stand und Bedarf digitaler Ressourcen und Qualifizierung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ermittelt, die Standardisierung und Verbreitung bauspezifischer digitaler Bildungsangebote gefördert, Informations- und Qualifizierungsangebote für KMU zur Digitalisierung ihrer Arbeitswelt und Arbeitsprozesse entwickelt und bestehende digitale Transfer- und Lerninfrastrukturen ausgebaut.

BINA BAU

Berufliche Integration von benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor allem mit Migrationshintergrund in eine Ausbildung in der Bauwirtschaft.

Mehr Informationen zum Projekt BINA BAU erhalten Sie auch bei Herrn Stephan Hielscher.

KOMZET - Elementiertes Bauen, virtuelles Handbuch

Das virtuelle Handbuch stellt eine Arbeitshilfe zum Thema elementierten Bauen dar.

Zur schnellen Orientierung ist das Online-Nachschlagewerk auf der Einstiegsseite in die Bereiche „Massivbau“, „Holzbau“, und „Trockenbau“ gegliedert. Jeder Bereich ist ähnlich strukturiert und bietet vor allem Informationen zu Planung, Fertigung, Transport, Montage und Baurecht.

Unter diesen Überbegriffen finden sich zum einen Baustoff-Broschüren samt baustoff­spezifischen Schriften zum elementierten Bauen, zum andern Leitfäden, Hinweise und Checklisten zur Arbeitsvorbereitung, Betriebsausstattung, Qualitätskontrolle, Ü- und CE-Kennzeichnung, Transport und Montage, aber auch Muster-Bauzeitenpläne und Muster­kalkulationen.

Besonders erwähnenswert ist die umfangreiche Sammlung prototypischer Detail­zeichnungen zur Planung elementierter Bauteile und deren Anschlüsse untereinander oder an andere Bauteile sowie Hinweise zu Maßtoleranzen. Sie bieten Planern eine sichere Arbeitsgrundlage.

Alle Dokumente sind als pdf-Dateien hinterlegt und können kostenfrei heruntergeladen, ausgedruckt und 1:1 verwendet werden. Darüber hinaus ergänzen Fotos und Artikel realisierter Projekte sowie Filme die Dokumentensammlung. Alle Dokumente können bei Bedarf außerdem als Druckversion beim KOMZET angefordert werden.

Mehr Informationen zum Projekt KOMZET erhalten Sie bei Herrn Norbert Kuri.

DIBERA

Medienunterstütztes Lernen und Innovation in der handwerklichen Arbeit

Dieses durch das Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg geförderte Vorhaben will einen Beitrag leisten, die Ausbildung und Qualifizierung an die Anforderungen der Digitalisierung anzupassen und digitale Medien effektiver für das berufliche Lernen zu instrumentalisieren. Ziel des Projektes ist die Vernetzung der Akteure der beruflichen Ausbildung bei der Nutzung digitaler Medien, insbesondere einer intensiveren Kooperation von Auszubildenden, Ausbildungsbetrieben, Berufsschulen und überbetrieblichen Ausbildungsstätten. Ein Schwerpunkt ist dabei die Vermittlung von Lerninhalten mit digitalen Anwendungen auf einer gemeinsamen Basis.

 

Das Vorhaben gliedert sich in 2 Teilprojekte:
TP 1: Lernortkooperation in der Entwicklung gemeinsamer digitaler Übungsaufgaben im Bereich Hoch- und Tiefbau für die digitale Vermessungstechnik.

Die digitale Vermessungstechnik wird in der Theorie in einem ausbaufähigen Umfang bereits an Berufsschulen unterrichtet. Ebenso wird die Tachymetrie zur Vermessung im Tief- und Hochbau in der praktischen Ausbildung im KOMZET BAU BÜHL unterwiesen. Um einen ganzheitlichen, handlungsorientierten Ansatz mit realem Praxisbezug abzubilden, sind in der Vermittlung von modernen Vermessungsmethoden gemeinsame und abgestimmte Ausbildungsinhalte, sowie die Bearbeitung derselben digitalen Modelle an allen Lernorten sinnvoll.

 

TP 2: Stärkung der Lernortkooperation und Medienkompetenz aller Beteiligten der beruflichen Bildung durch gemeinsame Nutzung der Berichtsheft-Plattform BLok-Online

Nach neuester Rechtsprechung (1) dürfen Ausbildungsnachweise nun ausdrücklich auch elektronisch geführt werden. Hierzu liegt bereits seit 2012 die durch das BMBF geförderte Berichtsheft-Plattform Blok-Online für 258 Berufe, unter anderem auch für die Bauberufe, vor. Über das bundesweite Kompetenznetzwerk Bau und Energie e.V., bzw. das BildungsnetzwerkBau (BNBau) weis man, dass der digitale Ausbildungsnachweis in der Bauwirtschaft nur unzureichend bekannt ist und bislang so gut wie keine Anwendung findet. Ziel des Projektes (TP2) ist die Förderung der Akzeptanz sowie die Implementierung des digitalen Ausbildungsnachweises durch die Akteure in der beruflichen Bildung in der Bauwirtschaft.

(1) Gesetz zum Abbau verzichtbarer Anordnungen der Schriftform im Verwaltungsrecht des Bundes vom 10.03.2017, Änderung

Mehr Informationen zum Projekt erhalten Sie beim Ansprechpartner Stephan Hielscher

MELINDA

Medienunterstütztes Lernen und Innovation in der handwerklichen Arbeit

Das Projekt MELINDA greift mit verschiedenen Ansätzen die zunehmende digitale Vernetzung in der Arbeitswelt und die steigende Nutzung mobiler IT-Geräte im Arbeitsalltag auf und setzt sie um in Vorschläge für die berufliche Aus- und Weiterbildung. Konzepte und Medienprodukte werden entwickelt und erprobt, die verständlich aufbereitete Inhalte anschaulich transportieren und die als „Gestaltungs-, Darstellungs-, Recherche- und Dokumentations-Werkzeuge“ berufliche Lernprozesse unterstützen.

Um einen ersten Einblick in die Vorteile der Plattform zu erhalten, finden Sie unter https://promo.komzet.media eine kompakte Übersicht über den Aufbau und die didaktischen Möglichkeiten, die mit der Nutzung der Plattform verbunden sind.

Wurde Ihr Interesse geweckt?
Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Mehr Informationen erhalten Sie bei Projektleiter Norbert Kuri.